Aktuell

Nachtfahrt

Die Nachtfahrt des RVZ stand unter einem guten Stern respektive Vollmond.

Am Freitagabend 9. Juni um 18.00 Uhr, starteten 8 Velofahrer und ein Begleitfahrzeug zur Fahrt ins dunkle.

Die Strecke Zürich- Winterthur- Frauenfeld- Märwil- Romanshorn- Rorschach- Altstätten- Sargans- Kerenzerberg- Uznach- Rapperswil- Zürich ergibt 275 Km und knapp 2000 Hm.

Die Teilnehmer: Lars Klawonn (im Auto), Jürg Binkert, Sébastien Dirren (Neumitglied), Benno Gregori alias Rico Zurigo (Neumitglied), Peter Schmid, Patrick Eggenschwiler, Roger Meier (Bruder von Bruno) und der Schreibende (Harry Aemmer)

Nach Zürich- Genf, Entlebuch- Emmental war es die dritte Variante und sie kam bei allen Teilnehmer gut an.

Das Nachtessen hatte ich in Altstätten reserviert um 22.00 Uhr, bei Kilometer 125. Im nach hinein betrachtet war dies eine sehr optimistische Zeitberechnung.

Dazu kam, dass unsere Lokomotive Bruno Meier beim ersten Halt in Romanshorn nicht mehr weiter fahren konnte. Am Morgen war er von der Hexe getroffen worden und nach 70 Km Velofahren wollte der Rücken nicht mehr. Die Schmerzen waren zu gross und Bruno telefonierte nach hause. Er wurde dann abgeholt von seiner Frau.

Waren wir bis Romanshorn schon zügig vorwärts gekommen wurde die Pace noch einmal erhöht und mit nur wenig Verspätung trafen wir in Altstätten ein. Dank Handys und Lars Klawonn im Begleitfahrzeug war das Restaurant informiert und nach unserer Ankunft wurden die Spaghetti zügig serviert.

Das nächste Streckenstück nach Buchs war vermeintlich flach, hätte man aber das Höhenprofil genauer angeschaut wären einem die zwei Zacken aufgefallen. Unsere Strecke führte über Eichberg und Kobelwald nach Buchs. Obwohl es jetzt dunkle Nacht war, konnte man erahnen wie schön die Landschaft hier ist. In Walenstadt, an diesem zu dieser Zeit verlassenen Bahnhof, war der nächste Halt. Die Stimmung nach 180 Km war immer noch sehr gut. Das grosse Hindernis der Nachtfahrt kam nach einer Einrollphase von Walenstadt nach Mühlehorn. Der Kerenzerberg ist nicht sehr lange und steigt auch nicht verrückt Steil an, aber man kann sich auch hier gegenseitig weh machen wenn das Tempo genug hoch ist (und das war es). Die ganze Nachtfahrt über war unsere Gruppe geschlossen unterwegs, hier am Kerenzerberg war die Ausnahme

Kurz nach 05.00 Uhr sind wir noch auf das Züri-Täfeli gesprintet. Etwas gar früh hatte Benno den Sprint von der Spitze aus lanciert. Ich konnte an ihm vorbei fahren und war mir dann aber meiner Sache zu sicher. Ob Jürg Binkert mich noch abgefangen hat war nicht ganz klar, aber nur schon die Tatsache, dass wir nach 275 Km noch einen solchen Effort leisten konnten, zeigt, in welcher guten Verfassung wir waren. Vielen Dank an alle Teilnehmer, es war eine tolle Fahrt und hat riesig Spass gemacht. Ein grosses Dankeschön auch an Lars Klawonn im Auto. Er war zum ersten Mal dabei und hat das sehr gut gemacht.

Harry

Kurz vor 18 Uhr fanden sich die acht angemeldeten Teilnehmer bei der offenen Rennbahn Oerlikon für die 4. RVZ Nachtfahrt ein, welche letztes Jahr wegen schlechtem Wetter abgesagt werden musste. Harry Aemmer, Jürg Binkert, Bruno Meier, Peter Schmid, Sébastian Dirren, sowie die Nicht-Vereinsmitglieder Benno Gregori, Roger Meier und Patrick Eggenschwiler. Auf dem Programm standen 275 km via Winterthur – Romanshorn – Arbon – Altstätten SG – Sargans – Walenstadt – Kerenzerberg – Rapperswil – Zürich. Das Wetter war prächtig und die Stimmung ebenfalls. Alle luden Ihre Rucksäcke in den Wagen ein. Frische Kleider aber auch Werkzeuge waren dabei. Es wurde an Alles gedacht. Renate Kaufmann und Nachwuchs waren auch anwesend und es wurden Photos geschossen.

     Als Beifahrer wurde ich vom Präsidenten über die Strecke instruiert und erhielt von ihm ausführliche Strassenpläne und eine Liste der Ortsnamen. Ich war beeindruckt und habe sofort gemerkt, dass da viel Arbeit dahinter steckt. Es konnte also nichts mehr schief gehen. Und dennoch wusste ich zeitweise doch nicht mehr so richtig, wo ich mich gerade befand. Den 1. Halt in Müllheim habe ich dann auch glatt verpasst. Und dafür konnte ich nicht einmal jemandem die Schuld geben, die Pläne waren wirklich einwandfrei. Glücklicherweise wurde in einem ansprechbaren Tempo gefahren, so dass es noch hell genug war und das Lichter montieren auf später verschoben werden konnte.

     Um ca. 21 Uhr trafen wir uns dann zum 2. Halt in Romanshorn. Es dämmerte bereits, die Lichter wurden jetzt montiert. Die Fahrer stärkten sich und zogen wärmere Kleider an. Doch für Bruno Meier war an dieser Stelle leider bereits Schluss. Von starken Rückenschmerzen geplagt, musste er die Fahrt aufgeben und sich von seiner Frau nachhause bringen lassen. Es sollte zum Glück die einzige Aufgabe bleiben. Alle anderen Teilnehmer fuhren die Runde zu Ende.

     Von Romanshorn aus waren es noch mehr als 40 km bis nach Altstätten SG wo die Gruppe um 22 Uhr für ein Abendessen im Restaurant Il Portico angemeldet war. Trotzt hohem Tempo war das kaum zu schaffen, weshalb man den Beifahrer vorausgeschickt hat, damit der Wirt nicht die Küche schliesst. Um ca. 22:20 Uhr fuhr die Gruppe dann dort ein. Es gab Spaghetti Napoli für alle, die bereits vorbereitet waren. Die Stimmung war ausgezeichnet und das Essen auch. Sichtlich beeindruckt von den Velofahrern und der Strecke, spendete der Wirt sogar allen einen Kaffee. Von Müdigkeit war nichts zu spüren. Die Motivation war eindrücklich. Jeder wartete gespannt darauf, endlich weiterfahren zu können.

     Bei angenehmen Temperaturen zwischen 16 – 18 °C ging es dann in die Nacht hinein. Doch wer glaubte, es werde einfach auf der Hauptstrasse das Rheintal hinauf gefahren, lag vollkommen falsch. Gleich nach der Wegfahrt wurde auf Nebenstrassen bergauf gefahren, und zwar ziemlich heftig. Auch bei 275 km darf es nie zu lange flach bleiben. Es wäre ja sonst keine Harrytour!

     Da ich ab Altstätten immer hinter den Fahrern blieb, konnte ich leicht erkennen, wie homogen die Gruppe war. Alle fuhren auf dem gleichen Niveau und jeder leistete Führungsarbeit. Es war eindrücklich zu sehen, wie da rund getreten wurde und wie ausgeglichen hoch die Leistung war. Etwas neidisch war ich dann schon und gerne wäre ich auf dem Velo mitgefahren, aber mit meinem aktuellen Trainingsstand wäre ich nicht weit gekommen. So eine Fahrt zu bewältigen, fängt ja bekanntlich im Kopf an…

     Um ca. 2:30 Uhr legten die Fahrer am Bahnhof Walenstadt einen längeren Halt ein und verpflegten sich unter anderem mit Tee und Bouillon aus den Thermokrügen von Harry. Der Himmel war nun etwas bedeckt aber die Temperaturen konstant angenehm. Es waren etwa 200 km gefahren und alle wirkten immer noch sehr frisch und voller Tatendrang. Der Kerenzerberg, wo sich ein paar Regentropfen zeigten, stand nun auf dem Programm mit Bergpreis in Filzbach. So stand es im Road Book! Diesen hat dann, so wurde mir gesagt, Harry gewonnen und sogar vor den Bergflöhen Jürg und Sébastien!

     Anschliessend ging die Fahrt runter nach Näfels und von dort in Richtung Schmerikon. Bis nach Zürich fuhr die Gruppe einen durchwegs gleichmässigen Rhythmus. Als wir gegen 5:00 Uhr am Bürkliplatz ankamen, war die Sonne schon seit fast einer Stunde aufgegangen. Und alle waren zufrieden mit der erbrachten Leistung. Es war ein durchwegs gelungener Anlass, der sichtlich allen Spass gemacht hat. Sogar für mich im Auto war es ein einzigartiges Erlebnis durch die Nacht zu fahren. Es ist eine sehr spezielle Atmosphäre, ganz ohne Verkehr, bis auf die Lastwagen, die uns frühmorgens am Zürichsee überholten, Vielen Dank an Harry für das Aussuchen dieser schönen Strecke und die vorbildliche Organisation sowie allen Teilnehmern für Ihre wirklich grossartige Leistung.

Ein Bericht von Lars Klawonn

Hier noch ein paar Bilder, die unser Präsident zur Verfügung gestellt hat:

Eine kleine Fahrt für die Menschheit eine grosse für mich

Das „leicht“ abgeänderte Zitat von Neil Armstrong, kurz vor seinen ersten Schritten auf dem Mond, passte mir gut für meinen Erlebnisbericht der nun folgt.

Jedes Mitglied des RVZ hat die Möglichkeit in den Nachrichten seine Geschichte zu schreiben. Leider haben das nur wenige gemacht und ich finde dies sehr schade.

Seit ich Rennnvelofahre habe ich immer das Ziel gehabt einmal in einem Tag ins Puschlav zu fahren mit dem Velo. Meine Mutter hat ihre Wurzeln dort und für mich ist es eine zweite Heimat. Ich musste etwas älter werden bis es endlich klappte. Einige Versuche habe ich unternommen und bin immer grandios gescheitert.

In dieser Saison schien mir die Konstellation günstig. Im Juli fahre ich mit Bruno Meier und Freunden nach Norwegen, wo wir an der Jotumheimer Rundt teilnehmen.

Die Eckdaten sind beeindruckend, 430 Km und 4300 Höhenmeter sind dann zu fahren. Da sind die 260 Km und 3300 Höhenmeter ins Puschlav ein Klacks.

Am Freitag 2. Juni 06.00 Uhr bin ich also alleine zur Fahrt gestartet. Die Fahrt über Meilen, Rapperswil, Walensee, Sargans, Chur bis nach Thusis ist eine Geduldsache. Meist flach, oft im Gegenwind, muss man diesen Teil einfach abspulen. Wobei mich der Radweg am Walensee immer wieder fasziniert. Da hat man eine tolle, spektakuläre Strecke gebaut. Ich wollte es dieses Mal ganz locker fahren. Kein Stress war die Devise. Das habe ich gut umsetzen können. Ab Thusis beginnt die lange Fahrt hinauf zum Albula. Drei Tunnels müssen durchfahren werden. Für das nächste Mal wo ich mit dem Velo in einem Tunnel unterwegs bin, werde ich Ohropax montieren. Der Lärm war unglaublich. Es geht schon sehr lange bis man dann endlich oben auf dem Pass ankommt und wenn dann die Temperatur nur 6 Grad Celsius beträgt, will man auch diesen schönen Moment nicht lange geniessen. Im Engadin war es aber auch nicht viel wärmer und als es dann noch leicht regnete, erschien einem der Umstieg auf die Rhätische Bahn nicht die dümmste Idee. Zum Glück war es am Berninapass dann wieder trocken.

Der Moment beim Überqueren der Passhöhe war dann schon speziell.

Ein speziell gutes Gefühl. Es war für mich eine grosse Fahrt und es war ein Traum dies einmal zu schaffen. Es ist doch schön kann man sich manchmal die eigenen Träume erfüllen. Mir hat es gut getan!  

Harry

 

Ab dem 19. April findet wieder unter der Woche eine Trainingrunde statt.

In diesem Jahr neu am Mittwoch anstatt Dienstag:

Wann Jeden Mittwochabend
Treffpunkt Max-Bill-Platz
Zeit 18.15 Uhr
Distanz 52 km
Höhenmeter 640 Hm
Fahrzeit ca. 2 Std. (entspricht einem 27er Durchschnitt)
Strecke

Verkehrsarme Strecke durch das Züri Unterland.

Die Strecke kann hier herunter geladen werden.

Abendrunde 52 km / 640 Hm

Teilnahme Der Trainingszustand sollte einigermassen fit sein. Es ist kein Rennen, die Einhaltung der Verkehrsvorschriften ist selbstverständlich.
Organisator Radfahrer-Verein Zürich
Haftung Versicherung ist Sache der Teilnehmer. Der Organisator lehnt jede Haftung ab.
Nichtmitglieder

Nichtmitglieder des RVZ sind gerne willkommen.

Mehrmalige Teilnahme setzt die Mitgliedschaft „Gäste“ voraus; Jahresbeitrag Fr. 50.-.

Liebe RVZ’ler, Liebe Radsportfreunde
Die Planung der Bergauf- Tour 2016 ist fertig!
Mit den Tipps von Hans Käser haben wir drei Touren auf dem Programm, die es in sich haben. Imst im Inntal eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für verschiedene Ausfahrten in der Region.
Wir werden Höhenmeter fahren bis die Beine qualmen und das in einer wunderschönen Umgebung.
Die Anfahrt haben wir für den Freitag geplant, damit das arbeitende Volk nur einen zusätzlichen Ferientag in Anspruch nehmen muss.